Segler-Verband Sachsen e.V.

(SVS)

Chronik

2010 erschien eine BroschĂĽre 100 Jahre Vereinssegeln in Sachsen mit Bildern und Berichten zu dieser Chronik.

Jahre
1910-1945   1945-1989   1990-heute
1910 Gründung des ersten sächsischen
Segelvereines: Dresdner Segelclub 1910, Heimatrevier
Elbe (zwischenzeitlich als Sektion Segeln der
BSG Aufbau Dresden -Nord angeschlossen). 
Der Verein hatte durch seine zeitweiligen Außenstellen
Kriebstein und Knappensee überregionale Bedeutung.
Das Einzugsbereich seiner Mitglieder erstreckte
sich bis weit nach dem 2. Weltkrieg bis nach Chemnitz
und Leipzig.
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20er / 30er Gründung weiterer Elbvereine: 

  • Segelverein Albatros Pirna (1924) - heute
    Abteilung Segeln des Sportvereins Fortschritt Pirna
  • Dresdner Segelverein Pillnitzer Insel (1928)
  • Meißner Segelverein (1931)

Zwischen den  Elbevereinen beginnt eine regelmäßige
Besuchstätigkeit im Rahmen von fahrtensportlichen
Veranstaltungen und Regatten. So trafen 1931 die
Pirnaer Segler bei einer Regatta beim DSC erstmals
die Meißner Segler.

   
20er Jahre Leipzig: Segelsport wird auf dem
Elsterhochflutbecken mitten in der Stadt betrieben
   
30er Jahre Fotografien zeigen erste Segelboote
auf der Talsperre Kriebstein
   
1938 Umzug der Leipziger Segler zum Elsterstausee
bei Markkleeberg. Noch heute sind dort die Vereine
Seglerverein Leipzig Süd-West und der Seesportclub Leipzig beheimatet.
   
Jahre
1910-1945 | 1945-1989 | 1990-heute
1945 / 1946 Wiederbeginn der Segeltätigkeit
auf der Elbe und auf dem Elsterstausee, alte Segelvereine gehen
in Segelsektionen innerhalb von Betriebssportgemeinschaften (BSG) auf.
   
1946 Elsterstausee bei Markkleeberg / Leipzig: 
Die SG Fichte führt auf dem Elsterstausee eine
erste Regatta durch. 1946 geht die SG Fichte in
die BSG Aufbau Südwest über, aus der der
heutige SV Leipzig- Südwest hervorging.
   
1951 Auf dem Elsterstausee finden Sächsische Meisterschaften statt.
   
1952 Abschaffung des Landes Sachsen, Bildung
der Bezirke Dresden, Leipzig und Karl-Marx-Stadt (Chemnitz).
   
1953 Knappensee: 
Gründung des ersten Segelobljektes, der Außenstelle
der BSG Aufbau Dresden-Nord, 
heute 1. SC Knappensee, 
Der Knappensee war bis in die 70iger Jahre das Regattarevier
der Dresdner und ostsächsischen Segler, obwohl
er im Nachbarbezirk Cottbus lag.
   
1954 Talsperre Kriebstein: 
Aus einem Kegelverein entwickelt sich die Kriebsteiner
Außenstelle der BSG Aufbau Dresden-Nord, später
der SV Motor Hainichen angegliedert, heute Segelverein
Talsperre Kriebstein. 
Auf der Talsperre wird aber bereits seit deren Flutung
in den 30er Jahren "wild" gesegelt. Die Talsperre
kann als Keimzelle des Segelsports in der Region
Chemnitzer-Vogtland gesehen werden.
   
1956 Talsperre Pirk: 
Gründung der ersten Segelsektion: BSG Turbine Plauen
   
1958

Der Bund Deutscher Segler
der DDR bildet als regionale Unterteilung
Bezirksfachausschüsse Segeln.

 
Die Vorsitzenden
der Bezirksfachausschüsse Segeln von
1958 bis 1990
     
BFA Dresden BFA Karl-Marx-Stadt BFA Leipzig
  • Martin Bitterlich (1958-1960)
  • Peter Emmrich (1960-1964)
  • Heinz Butowski (1964-1972)
  • Reinhardt Schmidt (1972-1976)
  • Egon Wolf (1976-1990 )
  • Karl Grabowski (1958-1960)
  • Dieter Schuschies (1960-1968) 
  • Gerhard Lehmann (1968-1970) 
  • Gunter Strobel (1970-1988) 
  • Günter Werner (1988-1990)
  • Johannes Raue (1958-1981)
  •  Claus Eisold (1981-1990)

 

   
1963 Talsperre Pöhl: 
Gründung der ersten Segelgemeinschaft: SG Jocketa
heute SC Handwerk Plauen 
Die Talsperre Pöhl, das "vogtländer Meer",
entwickelt sich als größte Talsperre
der Region zum wichtigsten Revier der Region Chemnitz-Vogtland.
Ca. ein Drittel der sächsischen Segler heute
sind auf dem drittgrößten Revier Sachsens beheimatet.
   
1975 Bautzner Stausee -  erste Trainigsveranstaltung.
1976 findet ein Trainigslager in Verbindung mit
der Bezirksspartakiade Dresden als erste organisierte
segelsportliche Veranstaltung auf dem See statt.
   
1976 Kulkwitzer See bei Markranstädt: 

Gründung der 1. SG Segeln Kulkwitzer See, weitere
Leipziger Segelvereine ziehen zum Kulwitzer See
um bzw. siedeln sich hier an
   
1977 Der Stausee Bautzen wird offiziell
geflutet, 1980 ist offizieller Start für den
Segelsport und 1981 findet die erste Regatta - die
Fortschrittpokalregatta - statt. Die BSG Motor Bautzen
darf  erst 1986  ihr eigenes Segelobjekt
am Bautzner Staussee errichten. Für 2 jahre
wird er das größte Revier Sachsens. Ein
Teil der Segler zieht vom Knappensee (heute Bautzner
SC Knappensee1950)  zum Bautzner Staussee (heute
Bautzner SC) um. Der Bautzner Stausse ist in den
80-iger Jahren das neue Regattarevier der Region
Ostsachsen (Bezirk Dresden). 
   
1979 Am angestauten Quitzdorfer See bei
Niesky, dem nun größten See Sachsens,
siedelt sich der heutige SSV Görlitz an. 
   
Jahr(e)
1910-1945 | 1945-1989 | 1990-heute
1990

16.10.1990 Gründung des Segler-Verbandes
Sachsen e.V. in Leipzig 
Mit der Registriernummer 1/321 wurde am 16.10.1990
der saechsische Landesseglerverband unter dem
Namen "Segler- Verband Sachsen" eingetragen beim
Registiergericht Dresden. Die  Gruendungsmitglieder
waren Claus Eisold (SG LVB Leipzig) , Dr. Dietmar
Kuentscher (DSC), Dr. Reiner Pommer (WCL), 
Wolfgang Rode (SSGR), Dr. Achim Urland (OSC) und
Günter Werner (SSGR).

Die Segel- und Seesportvereine des ehemaligen
BFA Leipzig gründen den Reginalen Seglerverband
Sachsen - West e.V.. Vorsitzender wird Claus Eisold.
Der RSV ist der einzige als Verein eingetragene
Revierverbund in Sachsen. 

Segelsektionen gründen eingetragene Segelvereine:
die Sektion Segeln der BSG Sachsenwerk wird zweiter
eingetragener Segelverein in der ehemaligen DDR,
jetzt  SC Dresden-Wachwitz 

   
1991 26.01.1991 erster Seglertag in Leipzig,
Wahl des ersten Vorstandes:

  • Vorsitzender Günter Werner, 
  • Stellvertreter: Claus Eisold, 
  • weitere Mitglieder:  Dr. Reiner Pommer
    (Schriftführer), Lutz Diestel (Segelsurfen),
    Wolfgang Rode (Wettsegeln)

 

1. Ausgabe der sächsischen Segler-Info "DER
ELBSEGLER", herausgegeben unter Leitung von 
Jens Tusche. Ab der Ausgabe 1/92 ist der ELBSEGLER
offizilles Mitteilungsblatt des SVS. Es folgen
bis 1997 bis zu 4 Ausgaben pro Jahr. Ab 1997 erscheinen
als Beilage oder eigenes Blatt die NAUTISCHEN
NACHRICHTEN DER OBERELBE.

In den Klassen FD und O-Jolle werden erstmals
nach Gründung des SVS sächsische Landesmeisterschaften
ausgetragen. In den Folgejahren kommen die Klassen
Optimist, 420, Pirat, Ixylon und zeitweise OK-Jolle
bzw. Surfen dazu. 

Am 2.5. bilden die Segelvereine der Oberelbe
den Revierausschuß Oberelbe, dem sich die
Seesportvereine anschließen. 

   
1992

Antje Diestel und Jan Diestel (USV TU Dresden)
starten zur Weltmeisterschaft Surfen in Singapur
und belegen in ihrer Klasse Platz 6 und 20.

Bildung des Revierverbundes Vogtland, der von
Günter Werner geleitet wird.

Dr. Stefan Großwig wird als Jugendobmann
in den Vorstand berufen.

   
1993 Wahl des 2. Vorstandes: 

  • Vorsitzender Günter Werner, Stellvertreter:
    Claus Eisold, 
  • weitere Mitglieder: Dr. Rainer Pommer (Schriftführer), Lutz Diestel (Segelsurfen  ), Wolfgang
    Rode (Wettsegeln), Dr. Stephan Großwig (Jugendobmann),
  • Neu im Vorstand:   Jens Tusche
    (Öffentlichkeitsarbeit),  Ruth Schmieder (Finanzen)

Der RV Ostsachsen wird als letzter Revierverbund
gebildet. Er wird von von Jens Tusche geleitet.

Das Damenteam der USV TU Dresden wird im Bundesligafinale
Surfen Deutscher Meister. Antje Diestel (USV TUD)
wird zum Olymiakader des DSV berufen.

Die erste WM-Teilnahme der saechsischen FD-Segler
gab es 1993 in Travemuende, die Mannschaft Albert/Fischer
belegte damals einen Platz um 50.. Platz 27 gab
es 1995 am Gardasee. Weitere WM-Teilnahmen waren
1996 am Plattensee mit 4 Booten ,1997 mit 4 Booten
in St.Petersburg/ USA und 1998 mit 2 Booten am
Isselmeer in Holland.  Den Clou aus saechsischer
Sicht gibt es allerdings in diesem Jahr,von elf
deutschen Teilnehmern an der FD- WM in Suedafrika,
die vom 13.-25.11. vor Durban  stattfindet,
kommen allein sieben aus Sachsen! Es sind dies
von der Segelsportgemeinschaft Reichenbach Ralf
Bundel/ Svend Vieweg, vom SC Handwerk Plauen Wolfgang
/ Gudrun Dietrich - übrigens im Juni einzige
sächsische EM-Starter mit Platz 51 von 85
- sowie Peter u. Jens Mehlis vom SSV Einheit Plauen
sind dieMannschaften Marco Lieberth/ Björn
Fischer, Andreas Meister/Mario Götz,"Max"
Wolf/ Robert Piechutta und Rolf/ Lutz Albert dabei.

   
1994 Die Jahres- Broschüre REGATTAKALENDER
erscheint erstmals. Ab 1997 wird sie zusammen mit
dem Thüringer Seglerverband herausgegeben. 

Eine sächsische Meisterschaftsordnung regelt
die Landesmeisterschaftswürdigkeit der Bootsklassen
in Sachsen. Die MO wird zum Seglertag 1995 verbindlich.
Die Klassenobleute müssen die Meisterschaftswürdigkeit
anhand von Aktivitäten und Feldstärken 
in der vergangenen Saison nachweisen. 

12.3. Gründung des ersten Landes-Jugendseglerausschusses: 

  • Mitglieder sind / waren Frank Dutschke (seit
    94), Volker Grützner (94-99), Günter
    Weller (seit 94), Dr. R. Pommer und Dr. S. Großwig
    (beide seit 94)
  • weitere Mitglieder sind / waren Thomas Landgraf
    (seit 95), Christel Hülß (95-97),
    Ines Baumgartner (seit 97), Jana Weißbach
    (seit 99)

Der erste sächsische Fahrtenwettbewerb wird
durch den SVS ausgeschrieben. 
Es  siegen im Saisonwettberb (51 Teilnehmer)
Wolfgang Albert und im Törnwettberb (11 Teilnehmer)
Wolfgang Dewitz mit seiner LSC-Mannschaft. 

Sächsische FD-Segler zur FD-WM. 
Mit Platz 27 von 123 werden Rolf Albert und Jens
Mehlis beste sächsischen Teilnehmer.

   
 1995 Satzungsänderung - aus dem Vorstand
wird das Präsidium, der Präsident und
die zwei Vizepräsidenten betreuen jeweils einen
Regierungsbezirk (Dresden, Chemnitz und Leipzig). 

  • Präsident: Günter Werner (Chemnitz
    / Vogtland) ,
  • 1. Vizepräsident: Claus Eisold (Leipzig)
  • Vizepräsident / Öffentlichkeitsarbeit:
    Jens Tusche (Dresden / Ostsachsen ,
  • weitere Mitglieder: Dr. Reiner Pommer (Schriftführer)
    Dr. Stephan Großwig (Jugendobmann) 
  • neue Mitglieder: Für den wegen Krankheit
    nicht mehr kanidierenden Wolfgang Rode (1995
    verstorben) kommt Gerhard Schied als Wettsegelobmann
    ins Präsidium, Gertraud Werner wird als
    Beisitzerin Finanzen gewählt.

Dr. Klaus Keppler (SC Dresden-Wachwitz) und Olaf
Risse (Meißner SV) werden als Kassenprüfer
gewählt. 

Ab Heft 9/95 veröffentlich der SVS offiziell
seine Mitteilungen in der SEGLERZEITUNG. Jens Tusche
wird ehrenamtlicher Mitarbeiter der SEGLERZEITUNG. 

Die Wassersportkommission wird durch den Landesportbund
Sachsen gegründet. Als Leiter wird Dr. Reiner
Pommer berufen. Sie koordinieren die wassersportliche
Erschließung der neuen Seen in der Region
Leipzig und in der Lausitz. 

   
1996 Wolfgang Scheffler belegt zur EM
der O-Jollen Platz 44 von 103 Startern. 

Andreas Meister qulifiziert sich als erster sächsischer
Opti-A-Segler. Lutz Wierschpitzki gewinnt die erstmals
ausgetragen Optimisten-Landes-B-Rangliste, in die
vier Wertungsregatten eingehen. 

   
1997 Zum Seglertag werden in das Präsidium 
Tibor Elke (Finanzen), für die 1995 unerwartet
verstorbene Gertraud Werner, und Silva Morgner (Umwelt)
gewählt. 

Der SVS startet am 1. Dezember 1997 sein Online-Angebot
im WWW. 
Damit ist der SVS nach dem Saarland und Berlin der
dritte Landesseglerverband im Internet und nach
dem BSV der zweite mit umfangreichen Seiten - und
das noch vor dem DSV. Am 18.5.98 genau um 17:01:38
Uhr ging an neun saechsische Segler die erste SVS-Mail.
Seit dem wird  unregelmaessig, ca. einmal im
Monat an alle Interessenten die SVS-Mail mit aktuelle
Szenemeldungen versendet. 

   
1998 Erstmals richtet mit dem Sächsischen
Wassersportverein am Schwielochsee (SWS) ein sächsischer
Verein eine Deutsche Meisterschaft aus, die der
OK-Jollen. 
   
1999 Auf der Pöhl werden vom SC Handwerk
Plauen die Deutsche Meisterschaft der Ixylons und
vom SSV Einheit Plauen die Internationale Deutsche
Meisterschaft der FD's ausgerichtet. 
Die FD-Mannschaft Alber/Albert (Einheit Plauen)
belegt mit einem 5. Platz eines der besten Ergebnisse
sächsischer Starter zu einer IDM.

Aufbau der gemeinsamen Hafenanlage des SV Leipzig
SW und des Leipziger SSC am Cospudener See (nach
langen Hick-Hack mit den Behörden). Im Jahre
2000 erfolgt die offizielle Freigabe des Sees für
den Segelsport.

2000  
2001 Am 23. Juni findet mit einem Lauf
der Opti-Ostsachsen- Liga die offizielle Erstbeseglung
des Geierswalder Sees statt, veranstaltet von der
Sektion Segeln des KSV Geierswalde.
   
2002 Das Augusthochwasser der Elbe erreicht
mit 9,40 m einen neuen Höchststand. Die sächsischen
Elbsegelvereine haben unterschiedlich starke Schäden.
Die drei am stärksten betroffenen SVS-Mitgliedsvereine
sind die Abteilung Segeln der SV Fortschritt Pirna,
der Segelclub Dresden-Wachwitz und der Meißner SV 1931.

Jan Eckstein (SC Handwerk Plauen) belegt mit einem
9. Platz in der DODV-A-Rangliste (Optimist) das
bisher beste sächsische Ergebnis. Insgesamt
haben sich 5 Sachsen als A-Segler qualifiziert.